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Schlaganfall / Hirnschlag

Die meisten Herzinfarkte und Hirnschla╠łge werden durch krankhafte Vera╠łnderungen und Verengungen in den Arterien verursacht. Also in jenen Blutgefa╠łssen, die das Herz und das Hirn mit Blut und Sauerstoff versorgen. Diese Grundkrankheit heisst Arteriosklerose (auch Atherosklerose). Wie sie entsteht, ist noch nicht bis ins Letzte erforscht. Gefo╠łrdert wird sie durch mehrere Faktoren:

 

Herz und mentale Verfassung

Seit rund zwei Jahrzehnten setzt sich auch die Medizin vermehrt mit der Bedeutung seelischer Faktoren auseinander. Die noch relativ junge medizinische Disziplin heisst Psychokardiologie. Man weiss heute, dass eine psychische Belastung ebenso ein bedeutender Risikofaktor fu╠łr Herz-Kreislauf-Krankheiten ist wie das Rauchen, ungu╠łnstige Cholesterinwerte oder hoher Blutdruck. Umgekehrt lo╠łsen Herzkrankheiten oft Angststo╠łrungen und Depressionen aus, die wiederum die Gesundheit der Betroffenen belasten.


Was haben Stress, Depressionen und A╠łngste mit dem Herzen zu tun?

Ein plo╠łtzlicher Herzinfarkt hat nicht nur ko╠łrperliche, sondern auch psychische Ursachen. Neun von zehn Herzinfarkten sind auf unseren Lebensstil zuru╠łckzufu╠łhren. Das hat im Jahr 2004 eine gross angelegte Studie in 52 La╠łndern gezeigt. Die so genannte ┬źInterheart-Studie┬╗ erfasste die wichtigsten Risikofaktoren fu╠łr Herzinfarkte. Psychosozialer Stress stand dabei zusammen mit Rauchen und ungu╠łnstigen Blutfettwerten (Cholesterin) an der Spitze, noch vor Bluthochdruck, Diabetes oder U╠łbergewicht. Psychosozialer Stress umfasst zwei Ebenen:


Psychische Faktoren

  • A╠łngste (zum Beispiel vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder vor Krankheit)
  • Depressionen, Erscho╠łpfung (Burnout)
  • U╠łberma╠łssige Spannungen im Privatleben, u╠łberma╠łssig belastende Ereignisse
  • Verlorener Lebenssinn


Soziale Faktoren

  • Chronische Stressbelastung am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich (zum Beispiel wegen hoher Anforderungen, aber fehlender Anerkennung und wenig Entscheidungsfreiheit) 
  • Chronische finanzielle Sorgen
  • Mangelnde soziale Vernetzung


Solche Belastungen empfinden wir je nach unserer Anlage, Perso╠łnlichkeit, Lebenssituation und vorhandenen Krankheiten unterschiedlich.


Warum ist chronischer Stress schlecht fu╠łr das Herz?

Warum ist zu viel und chronischer Stress schlecht fu╠łr das Herz? In Stresssituationen schu╠łttet der Ko╠łrper Stresshormone aus. Herzfrequenz (Puls) und Blutdruck schiessen in die Ho╠łhe, die Atmung sowie der Stoffwechsel werden intensiviert. 


Diese Notfallreaktionen schaffen die ko╠łrperliche Voraussetzung fu╠łr Flucht bzw. Angriff oder erlauben uns eine hundertprozentige Konzentration auf eine besondere Aufgabe. Folgt aber danach keine Entspannungs- und Erholungsphase, besteht die Gefahr, dass sich der Ko╠łrper auf einem hohen Spannungszustand einpendelt und Schaden nimmt:


  • Der Ruhepuls bleibt dauernd erho╠łht, ebenso der Blutdruck. Das Herz passt sich zwar den momentanen Erfordernissen an, muss dafu╠łr aber mehr arbeiten und wird so u╠łberfordert.
  • Die Gefahr von Herzrhythmussto╠łrungen nimmt zu. 
  • Mo╠łglicherweise werden Entzu╠łndungen in den Gefa╠łsswa╠łnden gefo╠łrdert.
  • Dauerstress bewirkt auch die Aktivierung der Blutpla╠łttchen. Als Folge davon ko╠łnnen sich Blutgerinnsel bilden und ein Gefa╠łss verstopfen.
  • Betroffene werden verstimmt, unkonzentriert und entwickeln vielfach Schlafsto╠łrungen. Auch Menschen mit einer Depression oder A╠łngsten ko╠łnnen a╠łhnliche Stresssymptome zeigen. In diesem Zustand bewegt man sich seltener ko╠łrperlich, isst unausgewogen und ohne Genuss und konsumiert mo╠łglicher- weise o╠łfter als sonst Tabak und Alkohol. Ausserdem hat man ha╠łufig weniger Energie, vorhandene Herz-Kreislauf-Risikofaktoren anzugehen und abzubauen.

Menschen mit u╠łberma╠łssigem Stress, A╠łngsten und Depressionen haben deshalb ein deutlich erho╠łhtes Risiko fu╠łr hohen Blutdruck, eine koronare Herzkrankheit oder einen Herzinfarkt, und sie erleiden auch o╠łfter einen Hirnschlag als Personen ohne diese Belastung.


Nicht nur eine Managerkrankheit

Der Versuch, Herz- und Hirnschlagrisikopersonen in ein Perso╠łnlichkeitsraster zu fassen, ist bis heute umstritten. Er hat aber dazu gefu╠łhrt, dass die Forschung vermehrt u╠łber die Rolle von negativen Emotionen wie Angst, Niedergeschlagenheit und A╠łrger sowie soziale Isolation bei Herz-Kreislauf-Krankheiten nachdenkt. Und er hat die noch heute verbreitete Vorstellung entkra╠łftet, wonach vor allem der ┬źgestresste Manager┬╗ besonders gefa╠łhrdet und sein Herzinfarkt gleichsam der Preis fu╠łr unermu╠łdliche Pflicht- erfu╠łllung sei. Tatsa╠łchlich stressen Armut, eine niedrige soziale Stellung, mangelnde Anerkennung und Isolation mindestens genauso.


Auch Frauen sind gefa╠łhrdet

Was die Forschung seit Mitte der Achtzigerjahre ebenfalls zeigt: Ein Herzinfarkt ist nicht nur ┬źMa╠łnnersache┬╗. Biologisch sind Frauen zwar lange besser gegen krankhafte Vera╠łnderungen ihrer Arterien geschu╠łtzt als Ma╠łnner. Das verdanken sie nach heutigem Stand des Wissens bis zu den Wechseljahren hauptsa╠łchlich ihren weiblichen Hormonen. Nach den Wechseljahren nimmt diese Schutzwirkung jedoch ab. Zudem pflegen viele Frauen immer mehr einen ┬źma╠łnnlichen┬╗ Lebensstil. Stress spielt dabei neben dem Rauchen eine wesentliche Rolle. 


Wa╠łhrend Ma╠łnner aber vor allem vom Erfolgsdruck bei der Arbeit gestresst werden, sind die Stressursachen bei Frauen ha╠łufig Sorgen um Familie und Partnerschaft. Ein niedriges Ausbildungsniveau und fehlende soziale Unterstu╠łtzung gefa╠łhrden die Herzen von Frauen besonders, ebenso wie Mehrfachbelastung durch Hausarbeit, Erwerbsta╠łtigkeit sowie Kinder- oder Elternbetreuung. Frauen reagieren auch ko╠łrperlich zum Teil anders auf Stress als Ma╠łnner. So entwickeln sie unter akuter emotionaler Belastung wie einer Schreckensbotschaft wesentlich ha╠łufiger als Ma╠łnner das Krankheitsbild der Stress-Kardiomyopathie.



Bei welchen Risikofaktoren kann Hypnosetherapie helfen?

Bei den Rehabilitationsphasen kann die Hypnosetherapie wirksam unterst├╝tzen. Zudem gilt es die Risikofaktoren f├╝r Herzpatienten zu eliminieren. Dabei kann die Hypnosetherapie praktisch in allen Bereichen entscheidend, schnell und effizient eingesetzt werden:

  • Stress
  • Nikotinkonsum
  • ├ťbergewicht (Adipositas)
  • Bewegungsmangel
  • Hoher Blutdruck
  • Diabetes mellitus
  • Hoher Cholersterin- Blutfettspiegel
  • Famili├Ąre Disposition